Unsere Reise nach Lodz war ein großer Erfolg
Wir waren vom 23. – 29. April in Polen und haben als Gäste am 30. Festival Szkol Teatralnyck mit der Inszenierung „Ich! Antigone! Medea! Elektra“ teilgenommen.
Das Festival lädt staatliche Schulen aus Polen, Russland und Deutschland ein. Die polnischen Schulen treten mit Ihren Inszenierungen vor einer Jury an, die Schulen der anderen Länder sind als Gäste geladen.
Dieses Jahr haben die Schule aus Moskau und wir ein Ehrenpreis für unser Stück erhalten. Die Zusammenarbeit war eine tolle Erfahrung. Unsere Spielstätte war die Akademicki Osrodek Inicjatyw Artystycznych in Lodz, ein Theater mit ca. 80 Sitzplätzen und der Saal war voll. Der Erfolg war groß, obwohl viele der Zuschauerinnen und Zuschauer die Sprache nicht verstanden haben, hat Ihnen die Inszenierung von Hans-Jürgen Hannemann sehr gefallen. Die Schülerinnen unserer Schule haben nach kurzer und intensiver Probenzeit, die Bühne voll ausgespielt.
Auch wir waren in vielen Stücken der anderen Schulen und auch hier zeigte sich, dass Sprache nur ein Transportmittel für gutes Theater ist.
In der Diskussion mit Nikolaj Kolada, einem gefragten Autor für Theaterstücke in Russland, war für viele ein spannendes Erlebnis. Das lag zum einen an ihm, aber auch an den Sprachkünsten von Prof. Teresa Nawrot, die uns alles aus dem russischen ins Deutsche übersetzte. Abends haben wir dann einen Monolog einer sehr begabten jungen Russin im Teatr Studyjny PWSFTviT gesehen. Das Interesse war so groß, dass der Raum, der für ca. 65 Zuschauer Platz ausgelegt war, mit ca. 120 Menschen gefüllt war.
Wir haben auch eine weitere Einladung für das "Festival der vier Kulturen" bekommen, dies wurde ins Leben gerufen um an das friedliche Zusammenleben von Juden, Polen, Russen und Deutschen zu erinnern. Wir werden also auch im September wieder nach Lodz reisen und neben der Aufführung unserer Inszenierung werden für die Studierenden Workshops stattfinden. Die Workshops werden von den Schülern aller Schulen besucht und von den Dozentinnen und Dozenten der Schulen geleitet. In Rahmen dieser Zusammenarbeit soll ein interkultureller Austausch stattfinden. Wir sind gespannt und freuen uns, dabei sein zu können.

